Interview in der Kunsthalle Witzwort mit F. Berger

 

Warum malen Sie die Landschaft nie so, wie sie ist, so, wie es vielleicht üblich ist?

Das mache ich, ich male die Landschaft wie sie ist und nicht, wie man sich Landschaft vielleicht vorstellt.

 

Anders gefragt, warum malen Sie die Landschaft nicht so, wie man sich Landschaft oder Landschaftsmalerei vorstellt?

Weil ich viel mehr darstelle als nur eine Vorstellung. Ich male das Wesentliche, völlig unabhängig von Vorstellungen und Farben, die nur ablenken würden.

 

Manch ein Betrachter vermag zu behaupten, dass Sie die Realität nicht abbilden wollen, wollen Sie nicht?

Die Realität, wie wir sie betrachten und bezeichnen, findet bei Tag und auch bei Nacht statt. Eine Salzwiesenlandschaft in der Nacht, einzig und allein durch Mondlicht erkennbar existiert und bildet Reflexionen im Wasser und den Wattebenen und ist die gleiche Landschaft wie am Tag.

 

Mögen Sie Farben, bunte Farben nicht?

Ich mag Farben in der Natur und der realen Welt, ich öffne mein Fenster und sehe alle Farben, die der Planet zu bieten hat. Für die Vorstellungskraft und Fantasie bevorzuge ich Schwarzweiß-Fotografie, sie beschränkt sich ebenfalls aufs Wesentliche und lässt viele Fragen offen. Die Farbe fehlt nicht.

 

Sind denn Ihre Betrachter oder Interessenten fantasielos oder könnte man sie als fantasielos betrachten?

Nein, im Gegenteil, ich wundere mich oft darüber, wieviel Fantasie und Interpretation meine Malerei erfährt. Meine Malerei und Kunst regt die Fantasie an und ist völlig entkoppelt von Überfluss und Überschwang. Man darf Betrachter und Interessenten nicht unterschätzen, reduzierte Arbeiten sind fantasievoll und regen Fantasie an.

 

Denken Sie manchmal, dass eine reale Abbildung, bei Tageslicht mit realen Farben wie „blauer Himmel“ oder „grüne Wiese“ ihrer Kunst mehr Verständnis entgegenbringen könnte?

Nein, das denke ich nicht, nie. Der Mensch der Neuzeit ist völlig überreizt von Informationen und Bildmaterial, auch bewegten Bildern. Bei meinen Arbeiten ruht das Auge und der Betrachter kommt zur Ruhe. Wer sich ein wenig Zeit nimmt und meine Arbeiten auf sich wirken, einwirken lässt, der kommt zur Ruhe. Unaufgeregt ist eine schöne Beschreibung dafür.

 

Abschließend noch eine Frage. Sie malen schon lange Schwarzweiß und reduzieren ihre Arbeiten, wird es wieder bunt oder wurde es Ihnen zu bunt?

Das bleibt. Ich bin keine Kamera, kein Smartphone und kein Projektor. Meine Kunst ist völlig frei und unabhängig und beinhaltet alle Informationen, die wichtig sind. Mir wurde es zu bunt, das ist richtig. Als vor vielen Jahren das Internet in unser Leben trat und diese Technik immer weiter in unseren Alltag drang, habe ich mich entschlossen meine Kunst zu reduzieren. Da ich nicht davon ausgehe, dass diese Medien wieder verschwinden, bleibt es so, wie es ist. Ich denke, es ist gut. 

 

Juli 2021    

 

Paradiese

Ein Projekt von Christiane Rath und Rober di Bella.

 

https://www.paradiese.koeln/forum

 

Gastbeitrag

Sommer Kunst Blog

Mai 2020

Zeigt her eure Künstler!

Die Corona-Krise zwingt Kunstschaffende in die Knie.

 

Hier geht es zum Artikel:

https://www.sommerkunstblog.de/140-gastbeitrag-achim-schmacks/

 

 

WDR INTERVIEW

Kunstpunkte Düsseldorf 2019

Lokalzeit am 13.09.2019

Nora Schuster

 

Er ist wieder da!

Achim Schmacks in der Kunsthalle Egdor

 

 

Kunstinteressierte erinnern sich sicher gerne an die “KunstBude” von Achim Schmacks in Reimersbude/Witzwort, die von 2012 bis 2015 viele Ausstellungen des Düsseldorfer Künstlers und verschiedenen KünstlerkollegInnen beherbergte. 2016 ging Schmacks aus beruflichen Gründen nach Düsseldorf zurück, um sich dort neuen Aufgaben, wie z.B. seiner BLACKOFFICE Galerie zu widmen.

Jetzt, im Sommer 2019, ist er wieder nach Nordfriesland gekommen, voll mit neuen Ideen, Konzepten, Werken, und seiner großen Loyalität zur Farbe Schwarz.

„Ich brauchte Ruhe, Kraft und Freiheit. Im Norden war ich immer, wenn auch nicht immer physisch.(…) Aus der KunstBude wurde die Kunsthalle Egdor (Anm.: lat. Eider).

Der Ausstellungsraum mit 220 Quadratmetern und einer Höhe von 10 Metern mit offener Balkenkonstruktion liegt nur wenige Meter von der Eider entfernt.”, so Schmacks.

 

Seine neue Ausstellung nennt er „LABORATORIUM 2019″. Hier wird gearbeitet, hier müht er sich ab, erlebt kreative Schaffensphasen, manchmal auch leidvolle.

In seinem „Labor” finden sich Pigmente, Naturmaterialien, Bücher und alte Fundstücke. Hieraus entwickelt Schmacks seine Werke mit Titeln wie ‘Zivilisationsspuren’, ‘Elemente’ oder ‘Gravitation’.

“Ich kann die Welt nicht ändern, aber einen Beitrag dazu leisten sie besser zu machen. Mit Hilfe meiner Kunst kann ich auf viele Dinge aufmerksam machen und der Gesellschaft einen Spiegel vorhalten. Ich möchte nicht an-, sondern aufzeigen. Jeder Künstler ist in der Lage einen Beitrag zu leisten.

Meine Themen sind Gesellschaft, Umwelt und der Umgang mit jeglichem Leben. Ich beschäftige mich mit Religionen, der Vergangenheit und wage einen Blick in die Zukunft. Für zukünftige Generationen und allem Leben auf der Erde sollten wir diese schützen.

Somit sehe ich mein Atelier als Laboratorium, arbeite mit Gegenständen aus der Vergangenheit, beschäftige mich Texten aus alten Büchern, verarbeite Erde, Sand oder auch Dinge aus der Pflanzen- und Tierwelt und blicke kritisch in die Zukunft und somit auf unsere Medien.” (Achim Schmacks , Laboratorium 2019)

 

Licht und Schatten

 

Verschiedene Schwarztöne und Oberflächengestaltungen bilden unterschiedliche, bezaubernde Lichtreflexe.

Es wird reflektiert. Die Werke kommen im Licht zur Geltung und verändern sich mit dem Licht, – so wie Gesellschaft, Künstler und Betrachter sich in stetiger Veränderung befinden.

 

Zivilisation

 

Dr. Angelika Hille-Sandvoß, Kunsthistorikerin:

„An seinen Arbeiten haben die Hinterlassenschaften alter friesischer Bauernhöfe maßgeblich mitgewirkt. Die Fundstücke, zu denen bisweilen auch alte Bücher oder Bibeln gehören, erhalten neue Bedeutung: So wird ein altes Fenster aus einem Bauernhof mit angekokelten Bibeltexten verbunden – zum einen Hinweis auf früher weit verbreiteten Aberglauben, aber auch Symbol auf allgegenwärtige Vergänglichkeit. Dieses Motiv findet sich auch in der großformatigen Arbeit, der ein Pflanzenlexikon zugrunde liegt, von dem allerdings nur verbrannte Strukturen überdauert haben. Letztlich wird nur Asche übrig bleiben, wenn das Aussterben der gesamten Flora und Fauna menschenverschuldet so weiter geht. Dass aber auch das Abgestorbene seinen ästhetischen Reiz hat, zeigt die verdorrte Kümmelpflanze, die als Objekt in einer Kiste arrangiert eine neue Bedeutungsdimension erhalten hat.“

 

Die Farbe Schwarz

 

Schwarz ist der wichtigste Bestandteil von Achim Schmacks Arbeiten. Seine oft nichtfigürlichen Darstellungen stecken voller Bedeutungen. Sie setzen sich auf beobachtende, kritische, feinsinnig humorvolle oder auch anlehnende Weise auseinander mit einer Gesellschaft, indem der Künstler ein Abbild schafft und Themen, die ihm wichtig sind, zum Ausdruck bringt.

Die Farbe Schwarz ist Mittel zum Zweck und vermittelt keinen Gemütszustand.

Im Fokus der Ausstellung steht die Installation „ERDE ICH!”, an der der Künstler während der gesamten Ausstellungszeit fortlaufend arbeitet.

 

Sabine Bolland

August 2019

 

Dr. Christoph Blank, Founder & Editor

 

Die Kunst als Spiegel der Gesellschaft - Ein Gespräch mit Achim Schmacks

 

...ich möchte mit meiner Kunst einen Spiegel der Gesellschaft erschaffen. Sowohl die Vergangenheit, die mir auch sehr am Herzen liegt, weil sie analog war und die digitale Welt nicht kannte, als auch die Zukunft sind mir wichtig. Mein Anliegen ist es auf Dinge aufmerksam zu machen, die unsere Zeit bestimmen. Ob es der Klimawandel ist, der Umgang mit unserem Planeten oder auch die Zwischenmenschlichkeit in den sozialen Medien. Ich stelle Fragen und gebe gleichzeitig Antworten. Ich drücke aus, was mich bewegt und hoffe, dass ich es so transportieren kann, dass es Menschen bewegt und vielleicht auch die Sicht auf einige Dinge in der Gesellschaft ändert...

 

Das ganze Interview: www.kunstbar.de/home/2018/9/6/die-kunst-als-spiegel-der-gesellschaft-ein-gespraech-mit-achim-schmacks

 

September 2018

 

                   

 

 

Unternehmensberaterin und Wirtschaftswachstumsexpertin Paula Brandt

im Gespräch mit Achim Schmacks

 

 

Kunst als Herausforderung -

Was ist deine Herausforderung und warum "Schwarz"?

 

Für mich ist Kunst eine ständige Herausforderung, die Herausforderung mit einem einzigen, schwarzen Pigment ein Werk mit Licht und Schatten zu erschaffen.

Landschaften erschaffen mithilfe von Licht und Schatten, Struktur und Oberfläche. Ähnlich wie in der Schwarzweißfotografie fehlt die Farbe nicht, es liegt im Auge des Betrachters die Farbe zu ergänzen, dies verlangt Vorstellungskraft, die in uns steckt und jederzeit abrufbar ist.

Gesellschaftskritisch sein - auch dies ist Herausforderung. Meine Objekte sind gesellschaftskritisch, stellen Fragen oder geben Antworten.
Hierbei beschäftige ich mich mit Dingen aus der Vergangenheit, Zivilisationsspuren. Ich entnehme Erde aus dem Boden, suche Gegenstände in historischen Gebäuden, bediene mich in der Natur, am Rhein oder im Wattenmeer. Auch diese “Spuren“ schwärze ich. Ich schwärze mit Feuer.

Flammen formen und verformen, nagen und verändern, so wie sich die Gesellschaft ständig formt und verändert.
Akzente setze ich mit Licht und Schatten, Mattigkeit und Glanz.
Meine Kunst ist Ausdruck unserer Zeit, ich stelle Fragen zu Themen unserer Zeit. Mensch sein, Natur und Umwelt und die Sicht auf Vergangenheit oder ein Blick in die Zukunft bilden die Säulen meiner eigenwilligen Arbeiten.

Ich möchte zum Denken und Nachdenken anregen, mein Anspruch ist Kunst zu schaffen, Ästhetik. Kunst mit der wir uns umgeben, gerne umgeben und auch dies ist Herausforderung, meine ständige Herausforderung und mein Anspruch.

 

Juni 2018

 

 

 

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